Grundlagen

LED-Werbung und DOOH, erklärt

Digitale Aussenwerbung klingt technischer, als sie ist. Auf dieser Seite steht, was hinter der Abkürzung DOOH steckt, wie oft Ihr Sujet tatsächlich läuft, was Sie zeigen dürfen und was ein Motiv ausmacht, das im Vorbeifahren funktioniert.

Was DOOH bedeutet

DOOH steht für Digital out of Home — Werbung auf digitalen Bildschirmen im öffentlichen Raum. Der Unterschied zum klassischen Plakat ist nicht der Ort, sondern das Trägermedium: statt Papier, das gedruckt und geklebt wird, eine Fläche aus Leuchtdioden, auf die ein Bild geladen wird.

Daraus folgt alles Weitere. Ein Motiv zu wechseln kostet nichts als eine neue Datei. Mehrere Werbetreibende können sich dieselbe Fläche teilen, weil das Bild ohnehin alle 20 Sekunden wechselt. Und eine Buchung kann einen einzigen Tag dauern, weil niemand für diesen Tag etwas drucken muss.

Unser Screen an der Tramstrasse in Diepoldsau ist eine solche Fläche: 4.9 m² gross, 384 × 288 Pixel fein, täglich von 06:00 bis 22:00 Uhr in Betrieb.

Wie oft Ihr Sujet läuft

Diese Zahl lässt sich ausrechnen, und wir rechnen sie hier vor, statt sie zu behaupten.

Der Screen läuft 16 Stunden am Tag. Das sind 57'600 Sekunden, und weil alle 20 Sekunden ein neues Bild erscheint, ergibt das 2'880 Einblendungen pro Tag. Diese Einblendungen teilen sich die Sujets in der Rotation. Wir nehmen höchstens acht auf — deshalb kommt jedes auf mindestens ein Achtel, also 360 Ausstrahlungen täglich, und erscheint alle 2 Minuten 40 Sekunden erneut.

Sind weniger als acht Sujets gebucht, läuft Ihres entsprechend häufiger. 360 ist die Untergrenze, nicht der Normalfall.

Betriebszeit06:00 bis 22:00 Uhr, also 16 Stunden
Dauer einer Einblendung20 Sekunden
Einblendungen pro Tag insgesamt2'880
Sujets in der Rotationhöchstens 8
Ihr Sujet erscheintalle 2 Minuten 40 Sekunden
Ausstrahlungen pro Sujet und Tagmindestens 360

Was Sie zeigen dürfen — und warum nicht alles

Der Screen steht im Sichtbereich einer Strasse, und dafür gelten in der Schweiz eigene Regeln. Nach Artikel 6 des Strassenverkehrsgesetzes sind Reklamen an Strassen untersagt, wenn sie Verkehrsteilnehmer ablenken und dadurch die Sicherheit beeinträchtigen könnten; die Signalisationsverordnung führt das in den Artikeln 95 bis 100 aus. Praktisch heisst das:

  • Keine Animationen und keine Videos. Bewegung zieht den Blick von der Fahrbahn.
  • Keine Blink- oder Stroboskopeffekte. Aus demselben Grund.
  • Keine Distanzangaben wie „noch 300 m“. Sie verleiten zum Suchen statt zum Fahren.
  • Nichts, was mit einem Verkehrssignal verwechselt werden kann. Also keine roten Achtecke, keine blau-weissen Pfeile, keine Ampelfarben in Signalform.
  • Nachtruhe von 22:00 bis 06:00 Uhr. Deshalb sind unsere Betriebszeiten so, wie sie sind — nicht aus Sparsamkeit.

Was bleibt, ist reichlich: ein Standbild mit Ihrem Logo, einer Aussage und einem Weg zu Ihnen. Wir prüfen jedes Sujet vor der Aufschaltung und melden uns, wenn etwas nicht durchgeht.

Was ein gutes Sujet ausmacht

Auf die Fläche haben Sie rund 100 Meter freie Sicht. Bei Tempo 50 sind das etwas mehr als sieben Sekunden — und niemand schaut sieben Sekunden lang hin. Rechnen Sie mit zwei.

  • Eine Aussage, nicht drei. Was soll jemand behalten, der einmal vorbeifährt?
  • Höchstens fünf Wörter in der Hauptzeile.
  • Schrift mindestens 30 Pixel hoch, also ein Zehntel der Bildhöhe. Alles Kleinere ist bei 384 × 288 Pixeln aus dem Auto nicht lesbar.
  • Starker Kontrast. Helle Schrift auf dunklem Grund funktioniert auf einem selbstleuchtenden Screen besser als umgekehrt.
  • Keine Telefonnummern, keine E-Mail-Adressen, keine AGB-Zeile. Niemand notiert sie im Fahren. Der Firmenname genügt.
  • Ihr Logo gross genug, dass es auch dann wirkt, wenn der Text nicht gelesen wird.

Die vollständigen Datei- und Gestaltungsvorgaben stehen unter Technik & Sujet-Anlieferung.

LED-Screen oder gedrucktes Plakat

LED-ScreenGedrucktes Plakat
Kürzeste Buchung1 Tagin der Regel 2 Wochen
Motivwechseljederzeit, ohne Aufpreisneuer Druck, neue Montage
Vorlaufzeit2 ArbeitstageDruck plus Klebetermin
Kosten pro MotivkeineDruck und Montage je Motiv
Bei Dunkelheitleuchtet selbstnur wenn beleuchtet
Bei Regen und Windunverändertwellt sich, reisst
Reaktion auf Kurzfristigesam selben Tag möglichpraktisch ausgeschlossen

Beides hat seinen Platz: ein Plakat an einer Fussgängerachse wird länger betrachtet als ein Screen an einer Durchgangsstrasse. Für kurzfristige, wechselnde oder saisonale Werbung an einer stark befahrenen Strasse ist der Screen die günstigere und schnellere Fläche.

Häufige Fragen

Brauche ich eine fertige Grafik?

Nein. Wenn Sie eine Datei im Format 384 × 288 Pixel haben, schalten wir sie direkt auf. Haben Sie keine, gestalten wir das Sujet gegen Aufpreis für Sie — nennen Sie uns in der Anfrage einfach, was darauf stehen soll.

Wie schnell ist mein Sujet auf der Fläche?

In der Regel am nächsten Arbeitstag. Liefern Sie die Datei bitte spätestens zwei Arbeitstage vor dem gewünschten Starttermin, damit wir sie prüfen und einplanen können.

Kann ich mehrere Motive zeigen?

Ja. Innerhalb Ihrer Buchung können Sie das Motiv beliebig oft wechseln, ohne Aufpreis. Sollen zwei Motive gleichzeitig laufen, belegen sie zwei Plätze in der Rotation und werden als zwei Buchungen gerechnet.

Ist die Werbung auch bei Dunkelheit sichtbar?

Ja, und zwar besonders gut. Der Screen leuchtet selbst, ein Plakat nicht. Um 22:00 Uhr schaltet er ab und geht um 06:00 Uhr wieder an — das ist bei Reklamen an Strassen so vorgeschrieben.

Warum darf ich kein Video zeigen?

Weil der Screen an einer Strasse steht. Bewegte Bilder ziehen den Blick von der Fahrbahn weg, und genau das untersagt das Strassenverkehrsrecht. Zulässig sind ausschliesslich Standbilder ohne Animation und ohne Blinkeffekte.

Wie viele andere Werbungen laufen gleichzeitig?

Höchstens acht. Wir begrenzen die Rotation bewusst, damit Ihr Sujet oft genug erscheint — bei acht Sujets alle 2 Minuten 40 Sekunden und damit mindestens 360-mal pro Betriebstag.

Ihre Werbung, morgen auf der Fläche.
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